In der Praxis Apel bieten wir eine fundierte und umfassende Diagnostik bei Verdacht auf ADHS im Erwachsenenalter an. Dabei betrachten wir nicht nur die Frage, ob eine ADHS vorliegt, sondern auch mögliche Begleitdiagnosen oder andere psychische Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können.
Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Schwierigkeiten mit Organisation, Erschöpfung oder emotionale Überforderung können unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb ist uns eine sorgfältige differentialdiagnostische Einordnung besonders wichtig.
Neben ADHS werden auch mögliche Komorbiditäten wie Angst, Depression, Schlafprobleme, Belastungsreaktionen oder andere psychische Beschwerden berücksichtigt.
Unsere Diagnostik verbindet psychologische Gesprächsdiagnostik, strukturierte Fragebögen und moderne neurophysiologische Messverfahren.
Zu Beginn erfolgt eine EEG-Aufnahme mit Erstellung von Brainmaps. Dabei wird die elektrische Aktivität des Gehirns in Ruhe und während kurzer Leistungstests erfasst. Die Auswertung kann Hinweise auf individuelle Aufmerksamkeits-, Aktivierungs- und Regulationsmuster geben und wird in einem verständlichen Bericht zusammengefasst.
Die EEG-Aufnahme mit Brainmaps, Leistungstests und Bericht ist eine Selbstzahlerleistung und kostet 150,– Euro.
Im Anschluss folgt eine strukturierte Fragebogendiagnostik.
Diese dient dazu, ADHS-Symptome sowie mögliche Begleitdiagnosen oder Differentialdiagnosen systematisch zu erfassen.
Danach findet ein diagnostisches Interview statt. Dabei werden die ADHS-Symptomatik, die Entwicklungsgeschichte, die aktuelle Lebenssituation sowie diejenigen Bereiche vertiefend besprochen, die in der Fragebogendiagnostik auffällig waren. Je nach Umfang dauert das Interview unterschiedlich lang.
Nach dem Diagnostiktermin können Sie entscheiden, ob Sie einen weiteren Termin zur ausführlichen Besprechung der Ergebnisse vereinbaren möchten.
In diesem Termin ordnen wir die diagnostischen Befunde gemeinsam ein und besprechen mögliche Behandlungswege, sowie eigene Maßnahmen die im Alltag hilfreich sein können.
Dazu können zum Beispiel Strategien zur Selbstorganisation, sinnvolle Lebensstiländerungen, psychotherapeutische Ansätze, Neurofeedback oder weitere unterstützende Maßnahmen gehören.
Eine medikamentöse Beratung oder Behandlung ist in unserer Praxis nicht möglich.
Wenn Sie eine medikamentöse Abklärung oder Behandlung wünschen, wenden Sie sich bitte an eine Fachärztin oder einen Facharzt für Psychiatrie.
Je nach Ergebnis der Diagnostik können unterschiedliche weitere Schritte sinnvoll sein. In unserer Praxis kommen unter anderem psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten, Gruppenangebote und Neurofeedbacktraining in Betracht.
Neurofeedback kann als ergänzendes oder eigenständiges Trainingsverfahren eingesetzt werden. Ziel ist es, die Selbstregulation, Aufmerksamkeitssteuerung und Stabilisierung im Alltag zu unterstützen.
Bitte beachten Sie, dass es für psychotherapeutische Behandlungsplätze zu Wartezeiten kommen kann. Über die Kosten und den Rahmen einzelner Leistungen informieren wir Sie gerne transparent vorab.